KONZERT
Record-Release-Estravaganza - RotFront & very special guests [Weitersagen]
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> Kaffee Burger [Website]
> Do 4. Jun 09, 21:00
Beschreibung des Veranstalters:

Daniel Kahn ist nicht nur der Akkordeonist von RotFront - vor kurzem hat er mit seiner Klezmer-Punk-Cabaret-Band "The Painted Bird" das Album "Partisans and Parasites" veröffentlicht - an diesem Abend performt er seine Songs mit der musikalischen Unterstützung von RotFront-Mitgliedern.

Es legt auf DJ Tranqilo, der Veteran des Kaffee Burger-Dancefloors.

[Quelle: http://www.kaffeeburger.de/]
Kosten:
7 €
Adresse:
Torstraße 58-60
10119, Mitte, Berlin [Stadtplan]
U Rosa-Luxemburg-Platz, S-Bahn-Station Alexanderplatz [Fahrinfo]
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Beiträge
RezensionRecord-Release-Estravaganza Fr 5. Jun 09, 16:34
(Es hat noch niemand abgestimmt)
Autor: Redaktion

Das ist doch mal ein CD-Release der Extraklasse. 7 Tage jeden Abend eine Party. Da hat sich Rotfront ganz schön was vorgenommen.
Dass Rotfront ordentlich die Bühne rocken kann, hat die Band schon oft bewiesen. Dass sie aber nach diesem Marathon immer noch so rocken wie sie es am Donnerstag taten, spricht für ihre Klasse.

Es war der 6. Tag ihres Release-Marathons. Daniel Kahn machte den Auftakt. Mit Ziehharmonika und Ukulele stimmte er das ankommende Publikum auf einen lustigen Abend ein. Unterstützt vom Klarinettisten seiner Band „The Painted Bird“ sang er Volkslieder und stellte die ersten Songs seiner neuen Platte vor.
Das Publikum war jetzt heiß auf Rotfront. Viele von ihnen waren diese Woche schon mal da gewesen. Dementsprechend wurde die Band schon vor dem Beginn angefeuert. Die Gute Laune der letzten Tage war der Band anzumerken. Vom ersten Takt an wurde vor und auf der Bühne wild getanzt.

Musikalisch lässt sich die Band nichts mehr vormachen. Sie spielten gekonnt mit ihren Songs, gingen mal in Solos über, ließen sie kurz ausklingen um sie noch einmal mit voller Wucht in den kleinen Raum zu blasen. Die Bläser lieferten sich einen Wettkampf und Schlagzeuger Jan Pfennig sah in kurzer Hose ohnehin aus, als wäre das Konzert eine Sportveranstaltung.
Während der kurzen Pause konnte das Kaffee Burger frische Luft schnappen, denn die Räume hatten die Grenzen der erträglichen Luftfeuchtigkeit erreicht.

Nach der Pause legte die Band nochmal einen Zahn zu. Spätestens bei dem absoluten Party-Knaller „Remmidemmi“ war das Publikum in einem fortwährenden Hüpfzustand gefangen. Auch die Bandmitglieder waren nicht mehr zu bändigen. Sängerin Dorka Gryllus musste sich immer häufiger ausruhen und Mad Millian feierte vor der Bühne weiter, nachdem ihn die Menge durch den ganzen Raum getragen hatte.

Nach der 2. Zugabe war das Konzert dann doch zu Ende. Aber heute Abend lässt es die Band noch einmal krachen. Damit endet ein erfolgreicher Marathon, der mit Sicherheit die CD-Verkäufe kräftig ankurbeln wird.

Felix Bielefeld, Stadtmonster.de

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Über: Rotfront
Klatsch & InfoInterview mit Yuriy Gurzhy und Simon Wahorn von Rotfront am 28.4.2009 Do 30. Apr 09, 16:38
(Es hat noch niemand abgestimmt)
Autor: Redaktion

Stadtmonster: In einem Monat kommt euer 1. Album raus. Was haben wir zu erwarten?

Yuriy: Natürlich die beste Platte aller Zeiten. Es ist ein absolutes Crossover-Produkt, das in keine Schublade gesteckt werden kann. Ich bin seit mittlerweile 10 Jahren DJ der Russendisko und Simon, der gerade Kaffee holt, macht auch legendäre Hungaro-Grooves. Wir spielen also die Musik aus unseren Heimatländern. Die hat sich auch schon in Westeuropa etabliert. Als ich nach Deutschland gekommen bin, fehlte mir eine Veranstaltung, bei der meine Lieblingsmusik gespielt wurde. Deswegen bin ich DJ geworden. Die Musik hat sich als sehr tanztauglich ergeben. Unsere Musik ist schon ein bisschen anders, als die Musik hier. Rotfront bildet da eine Brücke zwischen unserer alten und neuen Heimat. In unseren Texten setzen wir uns mit unserem Leben fernab der Heimat, hier in Berlin auseinander.


Stadtmonster: Die Band besteht schon seit langer Zeit. Wieso kommt das erste Album erst jetzt?

Yuriy: Am Anfang gab es schon den Namen und die Band. Aber es waren andere Leute und wir spielten mehr als Hobby. Damals waren wir noch mit anderen Sachen beschäftigt und konzentrierten uns eher darauf Musik zu covern. Wir haben damals Lieder gecovert, die keiner kannte. Es waren alte Lieder aus der Ukraine und aus Ungarn. Wir wollten Die einfach in neuen Arrangements spielen, sie modern klingen lassen.
Seitdem hat sich die Besetzung mehrmals verändert - außer Simon und mir. Die jetzige Besetzung besteht erst seit knapp 3 Jahren und die ist perfekt. Jetzt schreiben wir eigene Stücke. Langsam sind wir an einem Punkt angelangt an dem wir gesagt haben, dass wir da mehr draus machen sollten. Wir wurden dann dem Kraans vorgestellt, unserem Produzenten, der uns diszipliniert hat. So ist die Platte erst dieses Jahr entstanden.


Stadtmonster: Kraans de Lutin kennt man als Produzent von Culcha Candela oder Laith Al Deen. Wie war die Zusammenarbeit?

Yuriy: Die war perfekt. Wir haben uns auf natürliche Weise ergänzt, denn er kommt aus einer anderen Ecke, mit der wir aber viel anfangen können. Ich mag seine Produktionen. Und wir haben auch sonst viel gemeinsam. Wir beide sind große Reggae-Fans. Er kommt eigentlich aus einer Hiphop-Ecke, das ist für uns auch ein wichtiges Thema. Weil wir beide noch andere Dimensionen in unserer Musik haben, konnten wir uns gegenseitig bereichern. Es hat Spaß gemacht. Für uns waren seine Erfahrungen sehr wichtig.


Stadtmonster: Aber ihr seid eher eine Liveband?

Simon: Natürlich.
Yuriy: Im Studio kann man immer zurückkommen. Wir versuchen im Studio das Livegefühl zu erzeugen. Daher landen wir da auch bei Livearrangements. Wir waren über die Jahre immer eine Liveband. Alles was wir gelernt haben, hat nichts mit Studiotrickserei zu tun. Wir müssen die Musik einfach mit unseren Händen machen.


Stadtmonster: Wie habt ihr zu so einer großen Besetzung gefunden?

Simon: Die kamen einfach nacheinander.
Yuriy: Jeder hat mal einen mitgebracht. Es gibt unter Musikern schon ein Netzwerk. Eigentlich hatten wir eine feste Besetzung mit der wir geplant haben. Die ist aber innerhalb weniger Monate komplett auseinander gebrochen. Da standen wir wieder zu zweit. Erst haben wir als Soundsystem weiter gemacht und playback gespielt. Aber es war für uns zu langweilig. So haben wir uns mit Anke Luchs eine Posaunistin dazu geholt. Wenig später waren wir plötzlich ein 7-Leute Soundsystem. Das hat dann auch nicht mehr funktioniert. So haben wir uns mit einem Schlagzeug wieder zu einer Band gemacht. Jetzt haben wir 9 feste Mitglieder.
Simon: Wir hätten eigentlich noch mehr Leute, aber 9 ist eine Zahl mit der man gerade noch arbeiten kann.


Stadtmonster: Aber die Zahl eurer Mitglieder variiert bei Konzerten schon mal. Wie schafft ihr es so viel Menschen beisammen zu halten?

Yuriy: Solange es weniger als 9 sind funktioniert es eigentlich immer.
Simon: Wir können auch arbeiten wenn nicht alle da sind.


Stadtmonster: Wer schreibt die Songs und wie werden die umgesetzt?

Simon: Yuriy schreibt am meisten. Wir beide schreiben eigentlich alles. Jeder schreibt was für sich und das entwickeln wir dann zusammen
Yuriy: Vieles habe ich Zuhause mit Akkustikgitarre entwickelt. Aber es gibt keine feste Schreibweise. Das ist immer verschieden. Die Arrangements entstehen dann zusammen mit der Band. Nur die Ideen entstehen in unseren Köpfen. Und natürlich gibt’s dann noch unsern MC, der noch seine Parts dazuschreibt.


Stadtmonster: Seid ihr im Studio so lustig wie auf der Bühne?

Yuriy: Im Studio gibt es verschieden Phasen. Wenn man einzelne Spuren aufnimmt, ist das eher harte Arbeit.
Simon: Auf der Bühne kann man die Stimmung gleich weiter geben. Das ist im Studio nicht so einfach rüber zu bringen. Da geht es eher darum Sachen zu entwickeln. Live spielt man das, was man schon erschaffen hat.
Yuriy: Wenn es dazu kommt Stimmen einzuspielen, müsste man schon die Liveatmosphäre haben. Aber da kann man mit Hilfe von Alkohol und anderen Geheimtricks was rausholen. Trotzdem ist es schwer. Das ist auch zum Teil die Aufgabe des Produzenten, dich bei dieser Aufgabe zu unterstützen und zu begleiten.
Simon: Wir sind eigentlich wie eine große Familie und haben Spaß wenn wir zusammen sind.


Stadtmonster: Ihr seid eine internationale Familie.

Yuriy: Das ist eigentlich zufällig entstanden. Die erste Besetzung war eher deutsch. Wir hatten da noch einen MC, der hat auf Englisch gerappt. Für uns war es klar, dass wir in unserer Muttersprache singen. So waren wir schon ein wenig international. Wir haben aber nicht geplant so viele Nationalitäten aufzunehmen. Geplant waren nur viele Backgroundtänzerinnen.


Stadtmonster: Wie verständigt ihr euch?

Simon: Wir sprechen deutsch. Wir wohnen alle in Berlin.


Stadtmonster: Wie viel Zeit bleibt euch für die Musik?

Simon: Es ist schwierig, aber wir sind alle bereit zu opfern, wenn es darauf ankommt.


Stadtmonster: Man versucht ja oft Musik einzuordnen. Kann man eure Musik überhaupt einordnen?

Yuriy: Die Beschreibungen sind immer doof. Das ist ein Pool von Schubladendenken. Wenn man sagt man macht das Eine, grenzt man das Andere aus.


Stadtmonster: Ihr beschreibt euern Stil lieber als Emigrantski Raggamuffin.

Simon: Der Name Emigrantski Raggamuffin sagt alles über uns aus. Wir sind alle Emigranten und bringen unsere Kultur mit in den Sound. Wenn man seine Heimat verlässt, bekommt man eine andere Sicht auf seine Kultur. Das heißt, dass wir diese verschiedenen Kulturen offen miteinander…
Yuriy: …Sex haben lassen. Wenn man Emigrantski Raggamuffin hört, ruft das schon Assoziationen bei den Leuten hervor. Von der anderen Seite denkt man auch nicht sofort: ok das klingt so.
Raggamuffin bedeutet ursprünglich auch Penner. Musikalisch gesehen hat es aber eher Reggaekontext. Wenn man anfängt alle Richtungen zu zählen, wird das schon schwierig und das wollen wir auch nicht. So lassen wir die Bezeichnung drüber stehen. Wenn man in Europa was rausbringt kann man das Produkt fast nur in eine Schublade stecken. Wir mussten uns für die Plattenläden einordnen lassen und jetzt sind wir halt World und Reggae.


Stadtmonster: Da könnte man doch für euch eine neue Sparte erfinden

Beide: Hoffentlich. Da gibt’s dann ein Regal, da stehen nur wir drin.
Yuriy: Aber was soll’s, wir machen unser Ding und Schluss.
Simon: Wir hatten da nie einen Plan.


Das Interview führte Felix Bielefeld, stadtmonster.de

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Über: Rotfront
Klatsch & InfoCD-Release-Estravaganza @Kaffee Burger Do 30. Apr 09, 16:38
(Es hat noch niemand abgestimmt)
Autor: Redaktion

Zur Veröffentlichung ihres Debütalbums „Emigrantski Raggamuffin“ veranstaltet Rotfront vom 30.5. bis zum 5.6. einen Releasemarathon. 7 Nächte lang erwartet uns ein buntes Programm mit DJ-Programm und Live-Performance von Rotfront und Gästen. Mit dabei sind Freunde der Band, die maßgeblich an der Entstehung des Albums beteiligt waren. Dazu werden einige Mitglieder von Rotfront ihre Soloprojekte vorstellen.
Das ganze findet an dem Ort statt, wo vor 6 Jahren die Geschichte der Band begann, im legendären Kaffee Burger.

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